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Endlich angekommen in Herzliya bei Tel Aviv: nach 14 Stunden Reise. Wir wären gern gestern um 12 Uhr von Mailand Malpensa abgeflogen, wie vorgesehen, aber das war nicht möglich. Kaum hatten wir die umfangreiche Sicherheitsprozedur von El Al durchlaufen, dann noch das Gepäck eingecheckt und die allgemeine Sicherheitskontrolle passiert, waren an unserem Gate angekommen und bereit, ins Flugzeug einzusteigen, als der Flughafen für mehrere Stunden geschlossen wurde: Nebel.

Mailand Malpensa liegt in einem absoluten Nebelloch. Die Poebene ist allgemein sehr nebelanfällig, doch diesen Flughafen hat man sicherheitshalber direkt neben den Fluss Tessin gesetzt, damit das mit dem Nebel garantiert immer klappt. Das ist nun der zentrale norditalienische Flughafen, der ständig wegen Nebels blockiert ist. Aber das ist Italien und ein anderes Thema, ab heute geht es um Israel, wie jeden Tag in den nächsten 2 Wochen.

Die Sicherheitsprozedur von El Al ist wie gesagt umfangreich. Man muss 3 Stunden vor Abflug am Flughafen sein. Dann wird mit jedem Passagier ein persönliches Gespräch geführt und anschließend das Gepäck genauestens mit Sprengstoffscannern kontrolliert, das heißt: das eingecheckte Gepäck, denn das Handgepäck liegt in der Zuständigkeit des Startflughafens. Und in Mailand Malpensa kann man beobachten, wie gelangweilte Sicherheitsleute Hunderte von Bildschirmbildern nahezu im Sekundentakt vor sich ablaufen lassen, um hin und wieder mal nachzuschauen, aber nicht zu häufig, denn dafür müsste man sich vom Stuhl erheben.

Abends in Israel treffen wir mit unseren Tessiner Freunden zusammen, nennen wir sie hier mal Marcello und Angela, und plaudern über die Reise. Sie sind schon 2 Tage vorher angereist und Marcello war ziemlich geschockt, als er im Hotel den länglichen Gegenstand aus seinem Rucksack holte, den er im Handgepäck hatte: sein großes Schweizer Klappmesser. Er hatte völlig vergessen, das es darin gewesen war. Werden die Sicherheitskontrollen an den Flughäfen eigentlich getestet? In Mailand Malpensa wohl eher nicht. Aber das ist Italien und ein anderes Thema.

El Al ist die sicherste Fluglinie der Welt, Tel Aviv Ben Gurion ist der sicherste Flughafen und das ohne jeden „Nacktscanner“. Man setzt den Verstand ein, statt technologischen Schwachsinn und unangebrachte politische Korrektheit, wonach jeder gleich zu kontrollieren ist, egal wer er ist und wie alt er ist. So hat man es seit 60 Jahren bisher erfolgreich geschafft, jeden Attentatsversuch abzuwehren.

Was den Nebel in Mailand Malpensa betrifft, so hatten die Passgiere der Israir-Maschine, die eine Stunde vor uns hätte starten sollen, das ganz große Los gezogen: sie durften noch eine Stunde länger warten, um dann zu erfahren, dass sie mit dem Bus nach Genua gebracht werden, um dann von dort abzufliegen. Warum El Al von Mailand abfliegen konnte, weiß ich nicht aber ich werde künftig weiter mit ihnen fliegen. Sicher ist sicher. Und vielleicht lieber von Zürich als von Mailand Malpensa. Aus mehr als einem Grund.

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