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Posts Tagged ‘Climategate’

Wenn ich nicht irre, ist das Wort „Verschwörungstheorie“ gemeinsam mit dem Internet entstanden, mit dem Beginn des neuen Zeitalters, der Zeitenwende, die kommende Generationen möglicherweise ähnlich gewichten werden wie wir Christi Geburt: der Moment, in dem die globale Vernetzung der Informationen begann.

Die globale Vernetzung ändert unser Leben und sie ändert alles an der Produktion, Verbreitung und Aufnahme von Nachrichten. Während vormals wenige Auserwählte Nachrichten produzieren und verbreiten konnten, und alle Empfänger gezwungen waren, sich allein aus diesen Quellen zu informieren, so ist es jetzt Vielen möglich, Informationen zu verbreiten und ebenso viele können sich sowohl über die traditionellen Medien als auch aus den neuen Quellen informieren.

WER SAGT DAS UNSAGBARE?

So entstand der Begriff der „Verschwörungstheorie“: die traditionellen Medien, die Zeitungs- und Fernsehredaktionen begannen um ihre Macht zu bangen und brauchten einen Begriff, der schnell und einfach ein Gefühl des Misstrauens erzeugt, der sofort diskreditiert, was nicht von ihnen stammt, was mit ihrer traditionellen Art, Nachrichten zu verbreiten nicht übereinstimmt: denn die traditionelle Art der Nachrichtenerstellung und -verbreitung durch die Massenmedien ist auch ohne direkte Zensur eine mit der Macht abgestimmte.

Keine Zeitungsredaktion kann ungestraft das Unsagbare sagen. Sobald das Unsagbare die politisch Mächtigen in Gefahr bringt, wird diese Zeitung, diese Redaktion, dieser Journalist kein Interview mehr bekommen, er wird aus dem Sphäre der Gunst der betroffenen Politiker herausfallen, er wird geächtet, zu einem Außenseiter gemacht. Ich kenne den Fall einer deutschen Radiojournalistin, die es vor einigen Jahren auf einer Pressekonferenz von Ferrari wagte, Michael Schumacher eine scherzhafte Frage zur Aussage einer Wahrsagerin über eine zu erwartende Liebesaffäre mit einem italienischen Showgirl zu stellen: dem vollkommen humorfreien Herrn Schumacher gefiel der Scherz nicht und für die Jouranlistin war es ihre letzte Pressekonferenz bei Ferrari. So schnell kann das gehen.

Helmut Kohl hat während seiner Amtszeit als Bundeskanzler lange Jahre ein Verhältnis zu seiner Mitarbeiterin Juliane Weber gehabt. Das „politische Bonn“ wusste dies, es war ein offenes Geheimnis. Vielleicht steht dies in einer direkten Verbindung zu der seltsamen „Lichtallergie“ der Hannelore Kohl. Etwas durfte nicht ans Licht kommen. Licht war gefährlich, nicht nur für das Ehepaar Kohl sondern auch für eventuelle Journalisten. Wer hat seinerzeit darüber berichtet?

KEINE GEFÄLSCHTE MONDLANDUNG – KEINE ZWEIFEL

Ab dem 11. September 2001 funktionierte der Begriff „Verschwörungstheorie“ bestens: im Internet kursierten so viele Berichte, Kommentare und Zweifel an der offiziellen Position, dass nun war jedem klar war, dass damit wirre Internetschreiberlinge gemeint sind, die Unglaubliches und Unglaubwürdiges verbreiten.

Tatsächlich erlaubt das Internet etwas, was vorher so schnell nicht möglich war: die unmittelbare Diskussion verschiedener Ideen und Möglichkeiten, verschiedener Thesen und Theoreme. Eine Diskussion also, die vorher akademischen Kreisen und ihren Publikationen, Buchautoren oder professionellen Journalisten vorbehalten war. So werden in der Tat Theorien verbreitet, die eine gewisse Neugier wecken und sich bei näherer Betrachtung als unhaltbar erweisen. Eine davon erlangte Berühmtheit, weil sie fortan als Paradebeispiel der entlarvten „Verschwörungstheorie“ dienen musste: die gefälschte Mondlandung.

Diese Theorie von der Mondlandung, die niemals stattgefunden haben soll, sondern in einem Filmstudio inszeniert worden sei, ist das größte Geschenk für die Benutzer des Ideologiebegriffes „Verschwörungstheorie“ geworden. Das Beispiel zeige nämlich, dass es zwar Indizien gegeben haben mag, wie die flatternde US-Fahne auf dem Mond, der keine Atmosphäre hat, weshalb nichts flattern kann, dass aber die Faktenlage dennoch eindeutig und die Mondlandung vielfältig bewiesen ist. Die Fahne flatterte wegen der Belüftungsanlage der Landekapsel und für alle anderen Behauptungen gibt es ebenfalls Erklärungen. Ergo: „Verschwörungstheorien“ aus dem Internet sind generell Unsinn. Auch Al Gore nennt das Beispiel der armen Irren, die an eine gefälschte Mondlandung glauben, wenn er mit der unglaublichen Tatsache konfrontiert wird, dass es Menschen gibt, die seiner Klimaideologie nicht glauben.

KEIN VERTRAUEN MEHR IN DIE TAGESSCHAU

Eines kann ich verstehen: es entsteht Unbehagen, wenn man mit der Tatsache konfrontiert wird, dass wichtige Ereignisse unserer Zeit auf Lüge basieren, dass die Regierungen und Medien uns teilweise die Unwahrheit andrehen. Wem soll ich dann noch glauben? Wem kann ich noch vertrauen, wenn ich erkennen muss, dass ich der Tagesschau nicht mehr glauben kann, die doch eine geheiligte Tradition und Institution darstellt, deren 20.00-Uhr Signal unsere moderne Kirchenglocke geworden ist? Dieses Unbehagen kann ich verstehen und es spielt eine große Rolle bei der Bereitschaft, unbequeme Tatsachen ohne näheres Hinsehen als „Verschwörungstheorie“ abzustempeln und uns so vom Leib zu halten. Denn die Alternative ist allein die, dass ich nur noch mir selbst und meiner Fähigkeit vertraue, Informationen selbstständig einzuholen, zu bewerten und mir daraus eine von ideologischer Beeinflussung freie Vorstellung von der Welt zu schaffen. Das ist nicht nur mühsam, es kann auch einsam machen, wenn man bald feststellen muss, dass man damit in der Familie, im Freundeskreis und bei den Kollegen ziemlich allein steht.

Im November 2009 sind emails aus einem der vier Forschungsinstitute veröffentlicht worden, die den sogenannten „Weltklimarat“ mit Daten beliefern. Diese emails zeigen klar, dass die wichtigsten Klimaforscher Daten manipuliert haben, Kritiker in den eigenen Reihen isolieren, Lügen verbreiten und die Wahrheit zurückhalten. Dies ist keine Behauptung. Es ist die Feststellung einer bewiesenen Tatsache. Aber worum handelt es sich bei Climategate? Selbstverständlich um eine „Verschwörungstheorie„.

Wir sollten immer dann, wenn der Begriff „Verschwörungstheorie“ in den Massenmedien oder von Politikern verwendet wird, näher hinschauen: die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Mächtigen den Begriff verwenden, weil die Wahrheit gesagt wird. Man könnte die ärgerliche und verlogene Verwendung dieses Wortes somit als eine Art Prädikat verstehen. Ein wirklicher Trost ist das nicht, aber auf unseren kleinen Inseln der Ideologiefreiheit im Ozean der Lüge muss man mit wenig zufrieden sein.

Hinweis in eigener Sache: Dieser Artikel wurde nach dem Kommentar von Thomas Eppinger umgeschrieben, der tatsächlich dazu geführt hat, dass ich meine Meinung zum 11. September 2001 wesentlich geändert habe. Ich empfehle zur weiteren Beschäftigung mit diesem Thema, aufmerksam die Artikel zu lesen, die Herr Eppinger in seinen Links angibt. Hierfür an dieser Stelle noch einmal Danke.

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Jede Ideologie arbeitet mit Emotionen: Angst, Wut, Mißtrauen, Unsicherheit, Verwirrung aber auch Freude, Stolz oder Geimeinschaftsgefühl gehören zum Repertoire derjenigen, die eine bestimmte Ansicht oder Weltsicht verbreiten wollen, ohne sich reiner Tatsachen und der freien sachlichen Diskussion zu bedienen. Al Gore lässt bei seinen Auftritten keine Fragen zu, nimmt an keinen öffentlichen Diskussionen teil: er verbreitet auschließlich – und sehr erfolgreich – ein Gefühl, das reicht.

Ideologie geht von denjenigen aus, die die Macht haben: die Macht in den Regierungen, in den Schulen, in den Zeitungs- und Rundfunkredaktionen, in den Familien und Unternehmen. Diese „Mächtigen“ wollen häufig eine bestimmte „Message“ rüberbringen, die diese ihnen nutzt, sie an der Macht hält, ihre Macht erweitert und das Gefühl der eigenen Wichtigkeit vergrößert. Sie haben ein Heer von Handlangern und Zuarbeitern, welche die gleichen Ziele verfolgen, nur dass sie noch nicht so weit oben auf der Leiter stehen. Diese Handlanger sind die Mächtigen von morgen und die Mitarbeit bei der Verbreitung und Förderung der momentan herrschenden Ideologie ist ihre Chance, nach oben zu kommen.

BESTIMMTE SCHLÜSSELREIZE – BESTIMMTE EMOTIONEN

Das Mittel der Ideologie ist also die Emotion. Emotionen werden durch bestimmte Schlüsselreize geweckt. Wenn ich beim Wandern im Wald etwas im Gebüsch rascheln höre, horche ich auf und schaue genau hin: es könnte Gefahr drohen. Dies ist eine uralte Reaktion, die tief in mir angelegt ist. Ich weiß, dass in unseren Wäldern keine Gefahr mehr droht aber es geht nicht um Wissen – es geht um einen Schlüsselreiz, das Rascheln im Gebüsch und eine unmittelbare Reaktion: Vorsicht, Angst. Diese Reaktion ist nicht rational, sie ist emotional. Diesen Mechanismus nutzen alle „Mächtigen“, die eine Ideologie verbreiten, also eine Ansicht oder Weltsicht, die allgemein anerkannt und verbreitet werden muss, weil sie den Mächtigen nützt.

Wenn die Handlanger der Mächtigen in den Medien bestimmte Emotionen – am hilfreichsten ist meistens Angst – wecken wollen, so müssen sie diese Schlüsselreize in uns auslösen. Benutzt werden hierfür einzelne Begriffe, denn das Ganze ist eine Frage der Zeit: wenn ich mir als Leser oder Hörer von Nachrichten die Zeit nehme wahrzunehmen, was ich empfinde, wenn ich meine emotionale Reaktion auf einen Reiz nicht überbewerte und sogar eine Beobachterhaltung einnehme, wenn ich also Ruhe bewahre und Distanz zu meiner emotionalen Reaktion schaffe, dann wirkt der Mechanismus nicht mehr. Ich werde zwar auf den Reiz noch immer mit einer Emotion reagieren, denn das ist zu tief in mir angelegt, als dass ich es sofort ablegen könnte, aber ich bin dieser Emotion nicht mehr ausgeliefert. Ich betrachte sie als das was sie ist: eine mehr körperliche als geistige Reaktion, eine momentane Empfindung, die verschwindet, wenn der Reiz verschwindet.

BESTREITET JEMAND, DASS ES EIN KLIMA GIBT?

Es muss also schnell gehen. Ein Wort – emotionale Reaktion. Ein Wort – Angst. Keine Reflexion, kein Hinterfragen. Deshalb braucht jede Ideologie bestimmte Schlagwörter, die ich als Verdummungsparolen bezeichne und fortan auf einer eigenen Seite dieses Blogs sammeln und in den entsprechenden Artikeln erläutern werde.

Beginnen möchte ich mit dem „Klimaskeptiker“ oder „Klimaleugner„. Ich bin selbstverständlich nicht der erste, dem der Irrsinn des Wortes „Klimaskeptiker“ auffällt und dennoch ist das Wort weit verbreitet, wir können  es täglich in den Zeitungen lesen. Was soll ein Klimaskeptiker sein? Bin ich skeptisch gegenüber dem Klima eingestellt? Bezweifele ich, dass es ein Klima gibt? Stelle ich in Frage, dass wir ein Klima haben? Das – und nur das – wäre der Wortsinn. Es müsste also Klimawandelskeptiker heißen oder besser Skeptiker des menschengemachten Klimawandels; diese Begriffe aber haben zwei entscheidende Nachteile: sie sind zu lang und funktionieren deshalb nicht mehr recht als Reiz, der sofort die Emotion auslöst. Und zweitens enthalten sie etwas mehr Sinn, sie erlauben schon eine Reflexion. Ein Klimawandelskeptiker wäre – obwohl das Wort hässlich ist – immerhin eine Person, deren Existenz im Pluralismus ihre Berechtigung hätte. Noch mehr gilt dies für den Skeptiker des menschengemachten Klimawandels. Ein Klimaskeptiker aber ist jemand, der das Allgemeingültige – das Klima – skeptisch betrachtet. Der Unsinn des Wortes kommt also seiner Funktion zugute. Der Klimaskeptiker soll so unsinnig erscheinen, wie das Wort selbst. Der menschengemachte Klimawandel ist – als Tatsache – sozusagen an die Stelle des Klimas selbst getreten. Wer den menschengemachten Klimawandel bestreitet, der bestreitet etwas so Offensichtliches und Unbestreitbares wie das Klima selbst.

DEN KLIMALEUGNER SPRACHLICH AUSSTOßEN

Der „Klimaleugner“ ist die Weiterentwicklung des „Klimaskeptikers“, vermutlich ist der Begriff zunehmend verwendet worden, je mehr „Klimaskeptiker“ sich abnutzte. Der „Klimaleugner“ leugnet das Offensichtliche, das Klima, bzw. den Klimawandel, bzw. den menschengemachten Klimawandel. Er leugnet, was wir alle sehen und spüren und er ist fast ein: Holocaustleugner, denn die Ähnlichkeit mit diesem Begriff ist nicht zufällig, sie wurde von den Mächtigen und ihren Handlangern wiederholt explizit genannt und unterstrichen. Der Leugner des Offensichtlichen und des größtmöglich Grausamen soll sprachlich aus der Gemeinschaft ausgestoßen werden, so wie im deutschen Sprachraum kein Platz für Holocaustleugner ist: nicht in den Schulen, nicht in den Parlamenten und nicht in den Talkshows.

Es gibt keine Klimaskeptiker. Es gibt keine Klimaleugner. Es gibt Menschen, die nicht an die allgemein verbreitete These vom menschengemachten Klimawandel glauben. Sie leugnen nicht das, was nicht zu leugnen ist. Sie fallen nur nicht auf die systematische Angstmache herein, sondern bedienen sich weiter ihres eigenen Geistes, um die Dinge zu erfassen. Eine subversive Angewohnheit.

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Al Gore nimmt 300.000 Dollar für einen Vortrag. Er war unter Clinton kein besonders beeindruckender Vizepräsident, er hat die Wahl 2000 gegen Bush verloren und erst der Klimawahn der letzten Jahre hat aus ihm gemacht, was er immer werden wollte: der Einzigartige, der Weltenretter, der globale Held. Der Messias jedoch ist er nicht. Der Job ist schon vergeben: das ist Obama.

Auch der Chef des „Intergovernmental Panel on Climate Change“, eines Gremiums, das die Deutschen sehr bezeichnenderweise „Weltklimarat“ nennen, als wäre es schon die Weltregierung, Herr Rajendra Pachauri aus Indien, verdient persönlich bestens am Klimawahn, den er selbst auf höchster Ebene vorantreibt. Er ist Beirat der Chicago Climate Exchange, der größten Börse für den Handel mit Emissionsrechten, Berater bei zahlreichen Risikokapitalfirmen im Bereich erneuerbarer Energien und er ist für den indischen Tata-Konzern tätig, dem inzwischen Land Rover und Jaguar gehören. Der von ihm forcierte Handel mit Emissionsrechten hat zum Beispiel dazu geführt, das die Produktion von jährlich 3 Millionen Tonnen Stahl aus einem britischen Werk nach Indien verlagert wurde: in ein Werk des Tata-Konzerns. 1700 britische Angestellte verloren so ihren Job im Namen des Weltklimas, welches sich durch die Verlagerung in keiner Weise verbesserte. Allerdings verbesserte sich die Bilanz des Tata-Konzerns und ihres Beraters Pachauri, der außerdem die Yale-Universität und die Deutsche Bank berät, sowie – bis vor kurzem – den Toyota-Konzern.

ARBEIT MIT EMOTIONEN

Aber es gibt viele, sehr viele, die auf etwas geringerer Ebene als Gore und Pachauri vom Klimawahn profitieren und sie sitzen in den Medien und in den Forschungsinstituten. Nehmen wir zum Beispiel Christopher Schrader von der Süddeutschen Zeitung und als Beispiel seinen Artikel „Ein Fest für Klimaskeptiker“ vom 24.11.2009, in dem er den Climategate-Skandal behandelt.

In den einleitenden Sätzen seines Artikels ist von amerikanischen Gerichtsthrillern die Rede, in denen „windige Verteidiger“ auftreten, die „miese Tricks“ verwenden. Es geht dabei um „Informationen aus dubioser Quelle“, die vor Gericht eigentlich „nicht verwendet werden dürfen“. Mit diesem kleinen Adjektiv-Festival stellt Schrader nicht nur schon eingangs klar, dass er nicht schreiben kann, sondern er schafft auch eine geeignete emotionale Grundeinstellung beim Leser: windig, mies, dubios, darf nicht verwendet werden. Remember: jede Ideologie arbeitet mit Emotionen!

DIE SÜDDEUTSCHE ZEITUNG UND DIE WAHRHEIT – EINE GEGENÜBERSTELLUNG

Dann folgt der „Informationsteil“ seines Artikels. Ich werde im Folgenden einige Bewertungen Schraders den Inhalten der Climategate-emails gegenüberstellen:

Schrader: „Die Experten diskutieren darin in vertraulichem Ton, wie mit Kritikern umgegangen werden soll….“
Climategate e-mail von Tom Wigley: „If you think that Saiers is in the greenhouse sceptics camp, then, if we can find documentary evidence of this, we can go through official AGU channels to get him ousted.“ (Anm. Divan: to oust = jdn. vertreiben, verdrängen, absägen, ausschließen, entlassen)

Schrader: „….oder wie sich Probleme beim Umgang mit Daten lösen lassen.“
Climategate email von Phil Jones: „I’m getting hassled by a couple of people to release the CRU station temperature data. Don’t any of you three tell anybody that the UK has a Freedom of Information Act.“

Oder die Climategate email von Tom Wigley zum selben Aspekt der „Problemlösung beim Umgang mit Daten“: “ Phil, Here are some speculations on correcting SSTs to partly explain the 1940s warming blip. If you look at the attached plot you will see that the land also shows the 1940s blip (as I’m sure you know). So, if we could reduce the ocean blip by, say, 0,15 degC, then this would be significant for the global mean — but we’d still have to explain the land blip.“ (Anm. Divan: blip = Abweichung, Ausreißer)

Schrader: „Manch einer will in den Dokumenten Datenmanipulationen der Wissenschaftler erkennen.“
Climategate email von Phil Jones: „I’ve just completed Mike’s Nature trick of adding in the real temps to each series for the last 20 years (ie from 1981 onwards) amd from 1961 for Keith’s to hide the decline.“

ES GEHT NICHT UM WAHRHEIT

Man könnte die Liste lang fortsetzen. Wer die Climategate-mails oder die wichtigsten Auszüge daraus liest, kann keinen Zweifel haben, dass Daten gefälscht und zurückgehalten werden, dass Kritiker mundtot gemacht merden. Dies ist keine „Verschwörungstheorie“, dies ist der Verschwörungsbeweis und wer ihn nicht anerkennt, der will ihn nicht anerkennen.

Die Grundeinstellung der Autoren wird sehr schön zusammengefasst in einer weiteren Climategate email von Michael Mann: „As we all know, this isn’t about truth at all, its about plausibly deniable accusations.“ Nochmal auf Deutsch zum Genießen: „Wie wir alle wissen, geht es hier überhaupt nicht um Wahrheit, es geht um plausibel widerlegbare Anschuldigungen.“

EINE FRAGE AN CHRISTOPHER SCHRADER

Die emails gestehen ein, dass der urbane Wämeeffekt besteht. Sie gestehen ein, dass seit langem keine Erwärmung stattfindet. Sie gestehen ein, dass die mittelalterliche Warmzeit wärmer war als heute. Sie fordern und belegen an zahlreichen Stellen, dass Daten aktiv manipuliert werden. Herr Schrader, ich frage Sie: was für Beweise brauchen Sie noch, dass die Autoren dieser mails betrügen? Oder wollen sie diese Beweise nicht anerkennen, weil Sie selbst die Wahrheit vertuschen, weil Sie etwa selbst – im weiteren Sinne – zur Bande gehören?

Ich habe in den beiden vorherigen Teilen dieser Artikelserie gezeigt, dass der reine Vorwurf der persönlichen Bereicherung und der Verschaffung von Vorteilen nicht ausreicht, um zu erklären, woher der Klimawahn kommt. Zunächst ist für einen solchen globalen kollektiven Wahn unser individuelles „Ego“ entscheidend, das Angst als Brennstoff seiner Existenz braucht. Angst vor Waldsterben, Angst vor Schweinegrippe, Angst vor Klimawandel. Im zweiten Teil habe ich erläutert, dass dieses Ego nicht nur ständig Angst braucht, erzeugt und sucht, sondern dass es sich zwanghaft mit Meinungen identifiziert und zu einem kollektiven Herdentrieb neigt. Erst dann, wenn eine kritische Masse an Ego-Identifizierung erreicht ist, greift der persönliche Karrierismus in großem Stil.

DIE DEUTSCHEN IM „TAL DER AHNUNGSLOSEN

Deshalb vermute ich, dass Christopher Schrader von der Süddeutschen Zeitung nicht den Klimawahn verteidigt: er verteidigt sich selbst, seine Stellung als „Experte“ bei der SZ, diese Position will er sich von keiner Wahrheit rauben lassen, und sei sie noch so offensichtlich. Die ist sein Ego: der „Klima-Experte der SZ“. Und dieses Ego ist mit der entsprechenden „Meinung“ vollständig identifiziert. Wer den Klimawahn angreift, greift Schrader an. Und sein Ego befürchtet dabei nichts Geringeres als totale Vernichtung. Dies ist nicht nur sein Problem. Es ist ein Mechanismus, der uns alle betrifft. Beobachten Sie bei der nächsten kontroversen Diskussion einmal Ihr eigenes Gefühlsleben: wie leicht oder wie schwer würde es Ihnen fallen zu sagen: „Stimmt. Du hast Recht. Ich werde umdenken.“ ?

Zum Abschluss dieser Serie werde ich in einem 4. Teil die Frage behandeln, warum besonders die Deutschen im „Tal der Ahnungslosen“ (Dirk Maxeiner) leben, was das Erwachen aus dem Klimawahn betrifft. Dies hat mit der kollektiven Dimension des Ego zu tun und mit seiner schmerzhaften Geschichte.

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Ein neues Jahr hat begonnen und – es hat sich nichts geändert: „nothing changes on New Year’s Day“, wussten schon U2. Da aber die Sensibilität der Menschen an Weihnachten und zu Beginn eines neuen Jahres hoch ist, müssen Horrormeldungen her. Die Klimaideologie lebt von Horrormeldungen und wird daran zu Grunde gehen: sie haben schon jetzt zu hoch gepokert mit ihren immer wärmeren und immer neu rekordwärmeren Jahren und Jahrzehnten. Es stimmt nicht und es wird offensichtlich. Deshalb erstaunt es nicht, dass die von der Politik bezahlten Forscher der University of East Anglia, eines der 4 Institute, die den Weltklimarat mit Daten beliefern, sich untereinander in den Climategate-emails fragen, wie sie „den Temperaturniedergang verstecken“ können („hide the decline“) oder welchen „Trick“ man anwenden kann, um die berühmte und inzwischen dutzendfach widerlegte „Hockey Stick“-Kurve doch noch zur Grundlage zu nehmen, um den dramatischsten aller dramatischen Temperaturanstiege so dramatisch wie möglich zu dramatisieren.

Es ist ein Drama.

Sagt uns eines, nur eines: warum war es im Mittelalter von 1200 bis 1400 wärmer als heute, auch ohne industrielles CO2?

Aber Herr Merkel von der „Welt“ weiß, dass das gar nicht stimmt und meldet am 30.12.2009: das wärmste Jahrzehnt seit 200.000 Jahren geht zu Ende:  „Das hatten zuletzt Untersuchungen von kanadischen Forschern bestätigt. Der Umweltbiologe John Smool von der Queen’s University in Kingston (Provinz Ontario) hatte Sedimentproben einer Analyse von Pollen, abgestorbenen Pflanzen und Tieren sowie chemischen Abbauprodukten unterzogen. Im vergangenen Oktober schrieb er im Fachmagazin „PNAS“, dass es zumindest seit 200.000 nicht so warm gewesen sei wie derzeit. Also nicht während einer kurzen Warmperiode in den 1940er-Jahren, nicht im mittelalterlichen „Klimaoptimum“ und auch nicht während der Eem-Warmzeit vor 125.000 Jahren“.

Aber dieser Unsinn ist längst widerlegt: denn wie Rudolph Kipp schon im Oktober nachgewiesen hat, als der WDR-Hörfunk dieselbe Falschinterpretation derselben Untersuchung verbreitete, bezog sich die Studie auf die „Häufigkeit bestimmter kälteliebender Mückenarten (…) in den Sedimenten“ eines Sees „und deren Zahl hatte seit 1950 den geringsten Wert der letzten 200.000 Jahre erreicht.“ Entscheidend an der Studie ist aber, dass zusammen mit den Sedimentanalysen auch die Wassertemperaturen des Sees ermittelt wurden, aus dem die Sedimente stammen. Und sollte die von Herrn Merkel kolportierte Behauptung richtig sein, „dann müssten auch die Temperaturen des Wassers im untersuchten See heute auf Rekordniveau sein. Das sind sie aber nicht. Die Sommer-Temperaturen liegen heute laut der Untersuchung bei 7 °C. Vor 8.000 bis 10.000 Jahren hingegen erreichten sie Werte von 10-12 °C. Ebenso vor 110.000-120.000 Jahren. Wenn man also eine Schlussfolgerung aus der Studie ziehen kann, dann die, dass die Zahl der kälteliebenden Chironomiden die niedrigste seit 200.000 Jahren ist. Und auch, dass diese Entwicklung noch andere Ursachen als die Erwärmung haben muss. Schließlich hätte deren Zahl sonst vor 8.000 und 100.000 Jahren zumindest so niedrig sein müssen wie heute.“

Die Zahl dieser Mücken ging gerade zu einer Zeit zurück, als es in der Region kühler wurde und das ist höchstwahrscheinlich auf den nachgewiesenen massiven Einsatz von DDT zurück zu führen. Also doch ein „menschengemachter Rückgang“.

Der menschengemachte Klimawandel ist ein modernes Märchen, dass zur ideologischen Lüge geworden ist, als die Mächtigen in den Schulen, den Medien, der Politik und der Wirtschaft anfingen, von ihr zu profitieren. Eine interessante Frage, die sich jetzt stellt, ist daher: wer von den Vertretern der Klimaideologie glaubt selbst noch, was er sagt, wenn er die Legende weiter verbreitet, und wer belügt uns bewusst und vorsätzlich zum eigenen persönlichen Vorteil? Hat Herr Merkel schlampig recherchiert oder weiß er vom Gegenteil, während er uns die Lüge erzählt?

Ich werde im dritten Teil meiner Serie „Woher kommt der Klimawahn?“ auf die Frage der persönlichen Vorteile und der Bereicherung eingehen, wie immer nicht nur unter sozialen und politischen  Aspekten, sondern unter spirituellen im Sinne des „Ego“-Begriffes aus der hinduistischen und buddhistischen Tradition.

In den nächsten 2 Tagen wird der Divan aus Basel berichten und ab dem 7. Februar für 2 Wochen mit einer täglich erneuerten Artikelserie aus Israel. Immer auf der Suche nach inneren und äußeren Inseln der Freiheit im Ozean der Ideologien. Stay tuned.

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Sehr sehenswert: Lord Monckton im Gespräch mit einer Greenpeace-Aktivistin.

Man muss der Frau zu Gute halten, dass sie ruhig bleibt und nicht zu schreien und zu zetern beginnt, wie man es von Vertretern der Klimaideologie bei solchen Gelegenheiten vielfach gewohnt ist. Vielleicht wirkt der vollendete Stil und die Höflichkeit dieses Mannes auf sie.

Beachtlich, wie Monckton fast nur durch das Stellen von Fragen in wenigen Minuten ein Ideologiegebäude zerlegt. Und sehr empfehlenswert sein Rat am Schluss an die Greenpeace-Frau und an uns alle: „Don’t believe anybody, not even me. Check the facts.  It’s not a question of faith.“

Wer auf den Geschmack gekommen ist, sollte sich Lord Monckton im kanadischen Fernsehen zu Climategate ansehen. Das ist bei Youtube zu finden, wenn Sie „Climategate – Michael Coren with Christopher Monckton“ hier kopieren und dort einkleben.

Frohe und ideologiefreie Weihnachten an alle Leser des Divans!

Euer Werner

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