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Archive for the ‘Klimawandel’ Category

Woher kommt die menschliche Sucht nach Gefahren und nach der Angst davor? Wir leben – zumindest in Europa und Nordamerika – so sicher wie nie zuvor, wir haben so wenig Krankheiten wie jemals zuvor, die besten medizinischen Mittel dagegen, unser Wohlstand ist der höchste in der bisherigen Geschichte, Gefahren und Risiken unseres Lebens sind noch nie so gering gewesen. Dennoch enstanden und entstehen immer wieder neue „Gefahren“ und mit ihnen die Angst davor: Vogelgrippe, Schweinegrippe, AIDS, Krebs, das Waldsterben der 80er Jahre, der Borkenkäfer, die Überfremdung, das Versiegen des Golfstroms, die Islamisierung und vieles andere mehr. Vor allem aber der Tophit der momentanen Angstkultur: der Klimawandel oder besser, die „Klimakatastrophe“. Obwohl es nicht bewiesen und insgesamt eher unwahrscheinlich ist, dass vom Menschen produziertes CO2 zu einer Erwärmung des Planeten beiträgt, scheint der als öffentliche Meinung hingestellte Wahn unaufhaltsam in eine einzige Richtung zu gehen. Sind das nur Geschäftsinteressen oder steckt mehr dahinter? Ich möchte der Frage in einer mehrteiligen Serie kurzer Artikel nachgehen.

Hierbei ist zunächst ein Blick in unser Inneres hilfreich, das heißt: in unser Denkverhalten. Wir alle denken unaufhörlich. Unser Geist gleicht einem Radioprogramm, das wir selbst nur schwer oder gar nicht kontrollieren. Versuchen Sie einmal, nicht zu denken. Es geht nicht. Wie nennen wir jemanden, der unaufhörlich vor sich hin brabbelt, in ganzen und halben Sätzen, in ständigen Wiederholungen, Gedankenfetzen und wirrem Gerede? Wir nennen ihn verrückt. Das Problem ist: das tun wir alle. Und zwar immer. Der einzige Unterschied zwischen den Normalen und den Verrückten ist der, das die sogenannten Normalen ihren wirren Gedankenwust leise produzieren. Sind wir also alle verrückt? Vielleicht ja, der Zustand der Welt in vielen Regionen und in den meisten Zeiten der Geschichte scheint darauf hin zu deuten.

DAS LABILE LÜGENGEBILDE IN UNS

Wir kontrollieren also nicht unsere Gedanken, sondern unser zwanghaftes Denken kontrolliert uns. Was hat das mit der Klimahysterie zu tun? Ganz einfach: der permanente innere Dialog erschafft eine Vorstellung von uns selbst, die wir schließlich für uns, für das „ich“ halten: das Ego. Dieses Ego ist meine Vorstellung von mir, meine Idee, derzufolge ich gut, schlecht, fähig, unfähig, genial, dumm, unsicher, souverän, häßlich, zu faul, zu aktiv, zu voreilig oder was auch immer bin. Das Ego bewertet ständig, erteilt Noten, beurteilt und verwirft. Es beherrscht jeden, der nicht durch Meditation oder andere Techniken des Geistestrainings Abstand schafft und den wahnhaften Gedankenstrom unterbricht, um seinem wirklichen „Ich“ näher zu kommen, das trotz allem unkontrollierten Denken da ist und tief in uns verborgen ruht, sehr stabil und keiner Gefahr ausgesetzt, aber eben verborgen, verschüttet unter dem Gedankenstrom. Das Ego aber ist ein rein gedankliches Konstrukt und als solches ungeheuer labil: es weiß genau, dass es ein Lügengebilde ist und dass sehr wenig reicht, um es zum Einsturz zu bringen. Das Ego weiß, dass es nicht „ich“ ist, sondern eine wahnhaft herbeigeredete Idee von mir. Was also hat dieses Ego permanent: es hat Angst.

Das Ego hat Angst und es braucht Angst. Angst ist der Brennstoff seines Motors, denn nur Angst liefert ständig Gründe zum zwanghaften Denken und damit zur Aufrechterhaltung des Ego. Andererseits sind „Gründe“ für äußere Angst, wie zum Beispiel eine drohende Seuche oder die mögliche Zerstörung meiner Lebensumwelt eine Rechtfertigung für das ständige innere Angstgefühl, und zwar eine äußere Rechtfertigung, die vom eigentlichen Urgrund des Angstgefühls, von der falschen inneren Egovorstellung, ablenkt. Das Ego braucht Abgrenzung, es braucht Angst und es braucht seine Feinde.

AUF DER SUCHE NACH ANGST

So ist das Ego des Zeitungslesers ständig auf der Suche nach Gründen für Angst. Und das Ego des Journalisten liefert ihm diese Gründe. Bei diesem Spiel geht es nur um Emotionen, auch wenn sowohl der Leser als auch der Informierende fest überzeugt sind, rein sachliche Fakten zu erfahren bzw. mitzuteilen. Fakten sind jedoch nur Mittel zum Zweck und zum Glück interpretierbar – zur Not kann man sie auch fälschen.

Dieser Mechanismus unseres Geistes ist die Grundlage unseres Bedürfnisses nach Angst und der Bereitschaft, Angstmache anzunehmen und uns bald daran zu beteiligen. Der folgende Schritt ist dann die Reaktion der verantwortlichen Menschen in den Schulen, in der Politik und erneut in den Medien auf eine solche Welle, wenn sie einmal eine gewisse Größe erreicht hat. Das hat unter anderem wieder mit dem Ego zu tun, jedoch auf andere Art. Dazu in der nächsten Folge mehr.

Näheres zum zwanghaften Denken, zum Ego und zur Befreiung davon ist zu finden in Eckhart Tolles Buch : „Jetzt. Die Kraft der Gegenwart“. Es ist das wichtigste Buch, das ich kenne. Ich würde weit untertreiben, wenn ich es nur „empfehlen“ würde, die Sache liegt anders: ich wünsche Ihnen, dass Sie das Glück haben werden, es zu lesen und in die Praxis umzusetzen. Mir fällt derzeit kein besserer Weihnachtswunsch an meine Leser ein.

Und hier trotz aller Interpretierbarkeit noch ein paar Fakten zur Klima-Diskussion: Das_Skeptiker_Handbuch_3_0_kurz_96dpi_1047

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Während wir hier in Lugano – wie an anderen Orten in Europa – langsam und malerisch im Schnee versinken, beginne ich diesen Blog im Moment der Wintersonnenwende. Möge er wachsen und gedeihen wie die Tage, die ab heute länger werden.

Meine Frau kommt gerade aus Berlin wieder. Sie wollte gestern zurückkommen, doch Easy Jet und die Deutsche Bahn wollten es anders: 24 Stunden verspätet traf sie hier wieder ein, schneebedeckt, verfroren und ermüdet. Die Bahn ließ sie und Hunderte andere auf dem Bahnsteig des Berliner Hauptbahnhofes stehen:  4 Stunden lang praktisch ohne Informationen und ohne einen Ort zum Aufwärmen.

Die Wahrheit vor unseren Augen: es ist verdammt kalt. Die Tatsache: es gibt keinen globalen Erwärmungstrend mehr, seit ca. 10 Jahren. Es gibt einen langfristigen Erwärumgstrend, sonst wäre die Nordwest-Passage nicht eisfrei. Aber diese langfristige Erwärmung ist nichts Dramatischeres als das, was schon häufig passiert ist, in der Geschichte des Planeten. Zuletzt im Mittelalter als man in Schottland Wein anbaute und in Grönland Landwirtschaft betrieb.

Aber Tagesschau.de meldet die Durchhalteparole des Tages: „Auch die aktuelle Kältewelle hält den Klimawandel nicht auf: Das zu Ende gehende Jahrzehnt war in Deutschland das wärmste seit mindestens 130 Jahren.“ Ja, in Deutschland. In Südamerika und Neuseeland wachsen die Gletscher.

So möchte ich in die allgemeine Enttäuschung über Kopenhagen hineinrufen: öffnet die Augen und genießt den Schnee. Den vielen Profiteuren des Klimawahns, die (zum großen Teil mit unserem Steuergeld) forschen und Karriere machen, sich profilieren und als Retter der Erde aufspielen, dürfte es jetzt gelegentlich kalt den Rücken hinunter laufen. Mit der Aufdeckung der e-mails aus dem East-Anglia-Institut, mit dem ergebnislosen Weltrettungsgipfel in Kopenhagen und mit der kalten Realität draußen vor unserer Tür hat möglicherweise eine Wende eingesetzt. You can fool some people sometimes – but you can’t fool all the people all the time.

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